BULLET JOURNAL

Mein neuer Wegbegleiter

Wenn man auf seiner Schuhsohle plötzlich ein Post-it findet, in einem seiner unzähligen Blöcke eine Notiz mit dem Vermerk „Sehr dringend“ nach Wochen wiederentdeckt oder gar vergessen hat, wohin man die Telefonnummer von der Person gekritzelt hat, die heute noch angerufen werden sollte, ist es Zeit für ein ausgeklügeltes Organisationssystem.

Seit Jahren führe ich schon sehr detaillierte Kalender und to-do-Listen, die einerseits meinen Alltag erleichtern und anderseits auch in einen Planungswahn ausarten können. Mittlerweile habe ich mich jedoch auf ein persönliches Mittelmaß für das Notieren von Aufgaben beschränkt. Denn alles nicht so Wichtige, erledigt sich ohnehin oft von ganz alleine. Termine hingegen finden sofort den Weg auf das Papier und werden somit immer im Auge behalten.

Bullet Journal | © Ruperta M. Steinwender
Bullet Journal | © Ruperta M. Steinwender

Bullet Journal – was?
Es ist ein Organisationssystem, das individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst wird. Dazu brauchst du nur ein leeres Notizbüchlein – je nach Vorliebe, kariert, liniert, punktkariert oder mit leeren Seiten, einen Stift sowie Motivation!

Warum ein Bullet Journal?
Besonders für Menschen, wie mich, die trotz der ganzen fortgeschrittenen digitalen Möglichkeiten nicht auf Papier und Stift, die Haptik und den Geruch, das Erlebnis – einen erledigten Task (eine Aufgabe) abzuhacken – oder auf das schnelle Kritzeln einer Notiz im Cafe oder in der Bahn verzichten wollen, ist es mehr als nur Lifestyle sondern Lebensqualität. Summa summarum ist ein Bullet Journal nur auf den ersten Blick ein weiterer Trend in der Lifestyleszene, auf den zweiten Blick ist es etwas Altes einfach neu gedacht. Und für viele eine weitere Möglichkeit mehr Achtsamkeit in ihren Alltag zu bringen.

Original Bullet Journal | © Ruperta M. Steinwender
Original Bullet Journal | © Ruperta M. Steinwender

Laut Bullet Journal (BuJo) wird empfohlen sich morgens Zeit zu nehmen, um den Tag zu planen und abends, um ihn Revue passieren zu lassen bzw. Aufgaben, die nicht erledigt wurden auf den nächsten Tag zu verschieben. Außerdem kann das BuJo auch als Sketchbuch, (Reise-)Tagebuch, usw. verwendet werden. Den Einsatzmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Ich verwende es neben dem klassischen Terminplaner, als Redaktionsplaner, als Sammlung meiner Ideen, als Kreativbuch, Zukunftsplaner und sogar als Dankbarkeitstagebuch.

Bullet Journal | © Ruperta M. Steinwender M. Steinwender
Achtsamkeit im Alltag | © Ruperta M. Steinwender

Weniger ist mehr
Natürlich muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Methode er/sie als sinnvoll erachtet und zum eigenen Lebensstil passt. Grundsätzlich gilt jedoch das Credo „Weniger ist mehr“, um möglichst zeiteffizient das Bullet Journal zu nutzen. Ich teste, probiere und experimentiere nun schon einige Wochen damit und abgesehen vom System hatte ich mit meinen Notizheftchen leider Pech. Das erste hat sich nach nicht einmal einem Monat aufgelöst, das zweite war vom Handling her sehr unpraktisch und so habe ich mich für ein Original Bullet Journal entschieden. Im Grunde ist es egal, welches Notizbuch man dafür nimmt, es muss einfach praktisch sein und zusätzlich sollte man es durchaus gerne in die Hand nehmen. In diesem Sinn spielt auch die Ästhetik eine große Rolle. Und nicht nur das rein Äußerliche hat einen wichtigen Stellenwert, sondern auch das Innere, der Kern, dein Inhalt. Dazu gibt es auf YouTube unzählige Videos, wie zum Beispiel von Dani von „Dates mit Dani“.

Mein neuer Wegbegleiter | © Ruperta M. Steinwender
Mein neuer Wegbegleiter | © Ruperta M. Steinwender

Auch Bullet Journal hat seine eigenen YouTube-Kanal, wo nicht nur gestalterische Tipps weitergegeben werden, sondern auch wie man sein Journal strukturieren und verwalten kann.

Ich für meinen Teil bin sehr minimalistisch unterwegs, verzichte bis dato auf Verzierungen und Firlefanz. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass mir dieses Organisationssystem eine gute Basis bietet, meinen Tag nicht mit irrelevanten Aufgaben zu verplanen und meinen Fokus auf das Wesentliche zu setzen.

Hopfen am See – eine Bilderbuchlandschaft im Ostallgäu

Dieser deutsche Luft- und Kneippkurort befindet sich nicht unweit vom weltbekannten Schloss Neuschwanstein, gehört zur Stadt Füssen und der romantische Hopfensee wurde von Microsoft als Hintergrundbild für Windows 7 ausgewählt.

Im bayrischen Allgäu findet man eine Vielzahl an idyllischen Plätzen, um die Seele baumeln zulassen. Es mag kitschig klingen, ist es auch. An dieser Stelle sei jedoch gesagt, dass ich nicht objektiv sein kann: Denn ich stehe auf Berge! Noch dazu lässt der See diese Kulisse in Hopfen zweifelsohne noch malerischer wirken, als sie ohnehin schon ist und meine Schwärmerei ist somit prädestiniert.

 

Ruine mit Aussicht
Während eines kurzen Besuches hatte ich ein paar Stunden für mich. So unternahm ich einen Spaziergang an der Uferpromenade und eine kurze Wanderung zur Burgruine. Diese Ruine liegt auf einer Anhöhe über dem Ort und ist in rund 15 bis 20 Gehminuten – je nachdem wo man startet – erreichbar. Die Wege dorthin sind außerdem gut beschildert, sodass ich ohne Probleme zwei unterschiedliche Strecken für den Hin- und Rückweg wählen konnte, um ein bisschen von der Gegend zu sehen.

Burgruine Hopfen | © Ruperta M. Steinwender
Burgruine Hopfen | © Ruperta M. Steinwender

Oben angekommen genoss ich die Aussicht auf den Hopfensee und die umliegenden Berge, sie lädt einfach dazu ein, die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen. Daher empfehle ich ein bisschen Zeit für eine längere Verschnaufpause oder gar ein kleines Picknick einzuplanen.

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Aussicht von der Ruine | © Ruperta M. Steinwender

Sportlich rund um den Hopfensee
Für einen ausgedehnteren Spaziergang bietet sich der 2-stündige Hopfenseerundweg an, erzählte mir eine begeisterte Zugroaste (österreichisch und bayrisch für Zugezogene). Wasserraten finden neben dem neuen Trendsport Stand Up Paddling auch unzählige andere Vergnügungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Bootsfahrten, Windsurfen, Kajak, Surfbike oder Schwimmen.

Hopfen am See | © Ruperta M. Steinwender
Stand Up Paddling am Hopfensee | © Ruperta M. Steinwender

So genug geschwärmt! Hier gibt es weitere Bilder zum Schmökern:

 

 

Graz: City-Tour mit der Polaroid-Kamera

Mit Sophort, die mich eingeladen haben, durch die Linse einer Sofortbildkamera die Instant Tour in Graz zu testen, erkundete ich meine Heimatstadt einmal anders.

Obwohl ich bereits Erfahrung im Umgang mit der Sofortbildkamera von Fujifilm instax habe, war das Fotografiererlebnis mit einer Polaroid und vor allem der Output gewöhnungsbedürftig. Die Bilder sind weniger kontrastreich als jene von Fujifilm, aber der Retro-Charme ist umso mehr gegeben.

Hauptplatz GRAZ | © Ruperta M. Steinwender
Hauptplatz Graz | © Ruperta M. Steinwender

Ich bekam eine Polaroid-Kamera mit einem Film (8 Fotos) zur Verfügung gestellt, mit der wir in der geführten Gruppe drei Stunden durch die Grazer Innenstadt spazierten. Neben einer Einführung versorgte uns Alexandra von Sophort, die als Foto-Guide mit dabei war, auch mit nützlichen Tipps zum Umgang mit dem Bildmaterial und der Kamera. Eine klassische Sightseeing Tour ist diese Instant Tour jedoch nicht, da keine Informationen über kulturelle, historische oder religiöse Sehenswürdigkeiten oder Orte vermittelt werden.

Die Polaroid-Kamera und der Color Instant Film

 

Tipps für das Fotografieren mit einer Polaroid-Kamera von der Expertin Alexandra:

Alexandra von shoport | © Ruperta M. Steinwender
Alexandra von Sophort | © Ruperta M. Steinwender
  • Die Fotos in den ersten fünf Minuten gut vor Licht schützen, da sie sehr empfindlich sind. Am Besten die Kamera direkt nach dem Auslösen um 180 Grad drehen und den schwarzen Karton, der mit dem Film mitkommt, zum Abdecken auf das Bild legen.
  • Auf jedem Foto befindet sich eine chemische Schutzschicht, die wie ein Vorhang funktioniert. Es dauert circa 20 bis 30 Minuten bis sich diese bläuliche Schicht auflöst und das Foto seine endgültige Beschaffenheit erreicht.
  • Um ein schönes Ergebnis zu erzielen, sollte nach kontrastreichen und bunten Farben Ausschau gehalten werden. Deshalb zum Beispiel von grünen Büschen in grünen Wiesen eher Abstand halten.
Murpromenade_Ruperta
Murpromenade | © Ruperta M. Steinwender
Kunsthaus GRAZ | © Ruperta M. Steinwender
Spiegelung im Kunsthaus Graz | © Ruperta M. Steinwender
Grazer Dom | © Ruperta M. Steinwender
Grazer Dom | © Ruperta M. Steinwender
Mariahilferstrasse Graz | © Ruperta M. Steinwender
Mariahilferstraße Graz | © Ruperta M. Steinwender

 


Nachtrag zur Kooperation: Ich wurde eingeladen diese Instant Tour von der Sophort OG kostenlos zu testen. Meine Meinung ist natürlich meine eigene.

Barcelona: Ein wertvoller Tipp für deinen City-Trip

Barcelona ist mehr als nur eine Stadt in Spanien. Barcelona ist ein Lebensgefühl.

Ich war knapp zwei Wochen in der lebendigen Großstadt und habe mich treiben lassen. In dieser Zeit besuchte ich den einen oder anderen Hotspot, wie zum Beispiel die beeindruckende Kirche „La Sagrada Familia“ von Antoni Gaudí, das entzückende Stadtviertel am Strand La Barceloneta und das hippe Trend-Viertel mit Potential Gracia. Ich aß mich durch die schmackhaften Tapas und genoss die junge internationale Küche in der Metropole. Aber erst abseits der viel besuchten Straßen konnte ich durchatmen und ein Gefühl für die Stadt entwickeln. So nahm ich mir vor keine öffentlichen Verkehrsmitteln zu benutzen, sondern alles per pedes zu besichtigen und zu erkunden. Ich war natürlich langsam, musste mir sogar neue bequemere Schuhe kaufen und das eine oder andere Verirren in Kauf nehmen. Gerade diese Entschleunigung jedoch öffnet alle Sinne, die das Reisen so wertvoll machen.

Auch wenn die Zeit nur für einen kurzen City-Trip reicht, lautet mein Credo grundsätzlich, weniger ist mehr!

Mein persönlicher Tipp für Barcelona: Entschleunigung.

„Barcelona: Ein wertvoller Tipp für deinen City-Trip“ weiterlesen

Hallstatt – ein magischer Markt

Natur – Kultur – Idylle

Die kleine österreichische Marktgemeinde Hallstatt ist nicht zu unrecht eine Touristenhochburg in der beeindruckenden Dachstein-Salzkammergut Region, die von der UNESCO zum Weltnatur- und Weltkulturerbe ernannt wurde.

Ich habe diesen malerischen Ort an einem ruhigen und verregneten Sonntagnachmittag durchquert und das eine oder andere Mal durch die Linse meiner Kamera geschaut, um meine Begeisterung für Hallstatt mit euch zu teilen.

Für all jene, die näher an der chinesischen Provinz Guangdong sind, gibt es einen spiegelverkehrten Nachbau des romantischen Ortes, der dort als Wohnsiedlung dient.

Viel Freude beim Gustieren!

 

 

Brotzeit im Münchner Biergarten

Wusstest du, dass …?

Die Münchner Biergärten blicken auf eine lange Tradition zurück und sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Das bedeutet auch, dass nicht nur TouristInnen, sondern sehr viele Einheimische ihren Feierabend und ihre Freizeit mit den Familien in den Gärten verbringen. Wenn man im Sommer das Glück hat unter einer Kastanie Schatten zu finden und einen kräftigen Schluck seines kühlen Biers trinkt, spürt man den berühmt-berüchtigten Charme eines bayrischen Biergartens.

 

Die Brotzeit (österreichisch: Jause) darf laut der Biergartenverordnung mitgebracht werden. Eine typische Zwischenmahlzeit kann unter anderem aus Laugengebäck, Obazda (Käseaufstrich), Radi (Rettich), Radieschen, Eier, Käse und Kartoffelsalat bestehen. FleischliebhaberInnen tischen auch gerne kalten Schweinsbraten, Geselchtes und Leberwurst auf. Das Bier im typischen Maßkrug wird indes vor Ort gekauft.

Brotzeit | © Ruperta M. Steinwender
Vegetarische Brotzeit | © Ruperta M. Steinwender

Für alle, die sich lieber durch die hiesige Hausmannskost durchkosten wollen, gibt es Selbstbedienungstheken sowie auch Bewirtungen mit Bedienung in den Biergärten.

 

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Hier gibt es von Biergarten.com eine übersichtliche Auflistung von Biergärten in München und Umgebung.

Zum Wohl!

 

Ljubljana zu Fuß und durch die Linse erkunden

Das Zentrum der slowenische Hauptstadt bietet sich bestens für eine Entdeckung per pedes an. Egal ob bei Tag oder Nacht, man findet immer ein Plätzchen zum Verweilen und Genießen.

Wenn du neben diesen Fotoimpressionen mehr über Ljubljanas facettenreiche Winkel erfahren möchtest, kannst du hier das Interview mit der Kulturanthropologin Verena nachlesen.