Barcelona: Ein wertvoller Tipp für deinen City-Trip

Barcelona ist mehr als nur eine Stadt in Spanien. Barcelona ist ein Lebensgefühl.

Ich war knapp zwei Wochen in der lebendigen Großstadt und habe mich treiben lassen. In dieser Zeit besuchte ich den einen oder anderen Hotspot, wie zum Beispiel die beeindruckende Kirche „La Sagrada Familia“ von Antoni Gaudí, das entzückende Stadtviertel am Strand La Barceloneta und das hippe Trend-Viertel mit Potential Gracia. Ich aß mich durch die schmackhaften Tapas und genoss die junge internationale Küche in der Metropole. Aber erst abseits der viel besuchten Straßen konnte ich durchatmen und ein Gefühl für die Stadt entwickeln. So nahm ich mir vor keine öffentlichen Verkehrsmitteln zu benutzen, sondern alles per pedes zu besichtigen und zu erkunden. Ich war natürlich langsam, musste mir sogar neue bequemere Schuhe kaufen und das eine oder andere Verirren in Kauf nehmen. Gerade diese Entschleunigung jedoch öffnet alle Sinne, die das Reisen so wertvoll machen.

Auch wenn die Zeit nur für einen kurzen City-Trip reicht, lautet mein Credo grundsätzlich, weniger ist mehr!

Mein persönlicher Tipp für Barcelona: Entschleunigung.

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Hallstatt – ein magischer Markt

Natur – Kultur – Idylle

Die kleine österreichische Marktgemeinde Hallstatt ist nicht zu unrecht eine Touristenhochburg in der beeindruckenden Dachstein-Salzkammergut Region, die von der UNESCO zum Weltnatur- und Weltkulturerbe ernannt wurde.

Ich habe diesen malerischen Ort an einem ruhigen und verregneten Sonntagnachmittag durchquert und das eine oder andere Mal durch die Linse meiner Kamera geschaut, um meine Begeisterung für Hallstatt mit euch zu teilen.

Für all jene, die näher an der chinesischen Provinz Guangdong sind, gibt es einen spiegelverkehrten Nachbau des romantischen Ortes, der dort als Wohnsiedlung dient.

Viel Freude beim Gustieren!

 

 

Brotzeit im Münchner Biergarten

Wusstest du, dass …?

Die Münchner Biergärten blicken auf eine lange Tradition zurück und sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Das bedeutet auch, dass nicht nur TouristInnen, sondern sehr viele Einheimische ihren Feierabend und ihre Freizeit mit den Familien in den Gärten verbringen. Wenn man im Sommer das Glück hat unter einer Kastanie Schatten zu finden und einen kräftigen Schluck seines kühlen Biers trinkt, spürt man den berühmt-berüchtigten Charme eines bayrischen Biergartens.

 

Die Brotzeit (österreichisch: Jause) darf laut der Biergartenverordnung mitgebracht werden. Eine typische Zwischenmahlzeit kann unter anderem aus Laugengebäck, Obazda (Käseaufstrich), Radi (Rettich), Radieschen, Eier, Käse und Kartoffelsalat bestehen. FleischliebhaberInnen tischen auch gerne kalten Schweinsbraten, Geselchtes und Leberwurst auf. Das Bier im typischen Maßkrug wird indes vor Ort gekauft.

Brotzeit | © Ruperta M. Steinwender
Vegetarische Brotzeit | © Ruperta M. Steinwender

Für alle, die sich lieber durch die hiesige Hausmannskost durchkosten wollen, gibt es Selbstbedienungstheken sowie auch Bewirtungen mit Bedienung in den Biergärten.

 

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Hier gibt es von Biergarten.com eine übersichtliche Auflistung von Biergärten in München und Umgebung.

Zum Wohl!

 

Ljubljana zu Fuß und durch die Linse erkunden

Das Zentrum der slowenische Hauptstadt bietet sich bestens für eine Entdeckung per pedes an. Egal ob bei Tag oder Nacht, man findet immer ein Plätzchen zum Verweilen und Genießen.

Wenn du neben diesen Fotoimpressionen mehr über Ljubljanas facettenreiche Winkel erfahren möchtest, kannst du hier das Interview mit der Kulturanthropologin Verena nachlesen.

 

 

 

 

Ein Spaziergang durch Ljubljana

Ich habe die Kulturanthropologin Verena in Ljubljana getroffen. Seit mehr als 10 Monaten lebt und studiert sie in der slowenischen Hauptstadt.

Ljubljana ist eine Green City. Wie grün ist sie tatsächlich?
Verena: Wenn man grün als Natur, im Sinne von Grünflächen versteht, dann auf alle Fälle. Es gibt viele große Parkflächen, wie zum Beispiel den sehr zentral gelegenen Tivoli-Park und den Golovec-Wald, der vom Zentrum in 25 Minuten zu Fuß erreichbar ist. Wenn es um den ökologischen Aspekt geht, erkennt man Bemühungen seitens der Stadt. Es gibt neue Mülltrennungssysteme und sie haben die Innenstadt Großteils autofrei gestaltet. Aber wenn ich bei mir im Wohnhaus in die Biomülltonne reinschaue, sehe ich fast nur Plastiksackerln und in der Verpackungstonne Kartoffeln und Papier. Nur weil die Stadt etwas zur Verfügung stellt, heißt es noch lange nicht, dass es zu 100 Prozent umgesetzt wird. Es geht einfach nicht von heute auf morgen. Und ich habe auch das Gefühl, dass das Green City-Konzept eine Marketingstrategie der Stadt und der Tourismusbehörde ist und kein Grassroots-Movement, also eine von den Bewohnern ausgehende politische oder gesellschaftliche Bewegung. Im Gegensatz dazu gibt es eine Grassrots-Bewegung im Bereich Upcyling.

Verena | © Ruperta M. Steinwender
Verena in ihrer Wahlheimat Ljubljana|© Ruperta M. Steinwender

In Bezug auf Bewegungen, die von der Gesellschaft bzw. den Bewohnern ausgehen, hast du mir von der autonomen Fabrik ROG erzählt.
Verena: ROG ist eine ehemalige Fahrradfabrik, die vor einigen Jahren geschlossen wurde. Dieses Gelände haben jedoch Aktivisten besetzt und nutzen es als Squatting-Place. Das heißt Leute besetzen Gebäude, die leer stehen, wie in diesem Fall oder auch keinem gehören. Soweit ich informiert bin, lebt nicht wirklich jemand dort, wie es bei dem klassischen Squatting der Fall ist. AktivistInnen sind im ROG jedoch tagsüber immer anzutreffen. Sie bieten Sprachkurse für Flüchtlinge an, organisieren Partys, haben einen Skaterpark aufgebaut und betreiben Urban Gardening. Außerdem veranstalten sie Tanzkursabende mit zum Beispiel afrikanischer oder afghanischer Musik, halten politische Diskussionsrunden ab und vieles mehr. Alle Aktivitäten basieren auf ehrenamtlicher Arbeit und sind nicht auf Gewinn ausgelegt.
Die Stadt will das Gelände jedoch zu einem Kultur- und Freizeitzentrum umbauen. Im Magistrat gibt es dazu schon ein Modell, wie das aussehen soll. Da wurden Parkplätze, Cafes, Lokale, ein Kulturzentrum mit einer kostenlosen Bücherei und auch Sprachkurse für Flüchtlinge geplant. Wobei der Fokus schon auf den wirtschaftlichen und gewinnbringenden Aspekten liegt, soweit man das vom Konzept erkennen kann.
Der Konflikt zwischen den BesetzerInnen und der Stadt hält schon seit längerem an.

 

 

Und warum soll man die ehemalige Fabrik ROG besuchen?
Verena: Dieser Ort bietet sich für einen Austausch zwischen AktivistInnen sowie als Plattform für neue Kontakte an. Sie machen zum Beispiel auch Dumpster Diving (Mitnahme von weggeworfenen Lebensmitteln aus Müllcontainern) und kochen damit.

Über welches Medium erfahre ich von ihren Aktionen und Events?
Verena: Es läuft alles über ihre Facebook-Seite.

 

Skuhna | © Ruperta M. Steinwender
Internationale Küche im Skuhna

Welche andere spannenden Projekte gibt es noch in der knapp 300.000 Einwohner-Stadt?
Verena: Das Skuhna, es ist eines meiner Lieblingslokale, das es seit ungefähr einem Jahr gibt. Sie arbeiten mit Flüchtlingen zusammen und tischen täglich internationale Gerichte auf. Es ist jeden Tag ein anderes Land an der Reihe, von Indien über den Iran bis Südafrika. Sie bieten Flüchtlingen die Möglichkeit Arbeitserfahrung zu sammeln und hier Fuß zu fassen, um den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Man kann auch Kaffee und Kuchen aus aller Welt dort genießen. Preislich liegt eine Hauptspeise mit Beilage zwischen 5,50 und 7,50 Euro.

Hast du einen weiteren Tipp für einen kulinarischen Besuch?
Verena: Ja, die Gelateria Romantika. Ich gehe dort sehr gerne hin, weil sie neben den üblichen Eissorten sehr spezielle Geschmacksrichtungen anbieten. Sie haben auch Sorbets, also vegane Sorten, wie Marillen-, Wassermelonen- oder Erdbeere-Basilikumeis. Es ist eines der teureren Eislokale in der Stadt, aber es zahlt sich wirklich aus.

 

Neben den Essenstipps, was kannst du noch empfehlen?
Verena: Einfach durch die Stadt und den Fluss Ljubljanica entlang spazieren bis man zu Špica kommt. Dort gibt es Lokale mit Livemusik und man kann auch am Flussufer sitzen. Das Leben findet auf der Straße statt, auch im Winter. Dann sitzen die Leute mit Decken und Heizpilzen im Freien.

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Retro-Chic: Urlaubsgrüße per Post

Wie das Schreiben von Ansichtskarten zu einem Reisetagebuch wurde

An manchen Orten sucht man vergeblich nach Geschäften, die Ansichtskarten verkaufen. Noch komplizierter wird es, wenn Briefmarken gesondert ersteigert werden müssen. Für eine Karten-Liebhaberin, wie mich, wurden diese Prozeduren über die Jahre zu einem Ritual, das denselben Stellenwert auf Reisen pflegt, wie kulinarische Neuigkeiten auszuprobieren oder Sehenswürdigkeiten zu begutachten. Egal ob es eine fancy oder eine vergilbte Karte aus dem letzten Jahrtausend ist, ich schreibe sie immer mit Wertschätzung.

Manchmal schwadroniere ich über Erlebtes, manchmal picke ich ein Ereignis heraus und erörtere es bis ins letzte Detail oder schreibe einen Grußtext, der nicht über das Wetter, die Matratzenqualität und das Gegessene hinausreicht, jedoch ausnahmslos immer mit Begeisterung. Das Schreiben von Ansichtskarten ermöglicht mir vor Ort, im Hier und Jetzt, einen Moment inne zu halten und die Zeit Revue passieren zu lassen.

Reisetagebuch

Während meiner Neuseelandreise und meiner erst kürzlich stattgefundenen Weltreise habe ich in Form von Ansichtskarten ein Reisetagebuch geführt. Beglückt wurde damit meine liebe Familie, die aus jedem größeren Ort eine Karte zugeschickt bekam. Solche Momentaufnahmen in Form eines Tagebuchs können natürlich auch an sich selbst gesendet werden. Somit kann die Reise ein zweites Mal vom Wohnzimmertisch aus erlebt und rekonstruiert werden.

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Wenn du dein Reisetagebuch mit den Memoires lieber länger präsent haben möchtest, kannst du den Verlauf der Reise auch an einen Ort anbringen, der dich gedanklich zurück in den Dschungel Costa Ricas, ins bunte Treiben Barcelonas oder in die Berge Chiles bringt.

Um einen Tagebuchcharakter zu gewinnen, versehe ich jede Ansichtskarte mit dem Datum, wann ich sie schreibe. Der Grund ist, dass der Poststempel mit Datum oft erst dann darauf kommt, wenn ich ein Postamt erhasche und in manchen Reisesituationen gezwungen bin, die eine oder andere Karte länger mit mir mitzutragen. Der Rückentext bietet neben den Schilderungen des Erlebten auch Raum für Skizzen, wie zum Beispiel eine Landkarte, wo man sich gerade befindet oder anderen kreativen Zeichnungen. Aber auch Schnipsel von Eintrittskarten, Flyer oder Zeitungen, die mit einem Klebeband gut fixiert werden, können eine gewöhnliche Ansichtskarte zu einer außergewöhnlichen Erinnerung verwandeln.

Grußtext | © Ruperta M. Steinwender
Ein kurzer aber prägnanter Grußtext.

Es muss auch nichts Spektakuläres sein. Hast du schon einmal eine Urlaubskarte einfach mit den Worten „Ich denke an dich!“ versendet? Oder eine Karte aus einer für dich besonderen Reisedestination an dich selbst adressiert: „Ich bin dankbar für diese Reise!“ Ich spiele mich auch sehr gerne mit der Handschrift auf der Kartenrückseite. Je nach Stimmung variiert sie und lässt mich von zuhause aus wieder in die damals erlebte Situation eintauchen. Auch Schreib-Fauxpas sollten dich nicht zum Verzweifeln bringen sondern zum Schmunzeln. Immerhin ist eine Karte eine Situationsaufnahme und hat keinerlei Anspruch auf Perfektionismus.

Ansichtskarten-Aufbewahrung | © Ruperta M. Steinwender
Bevor die Ansichtskarten im Papierchaos verschwinden, kannst du sie in einer eigens dafür gedachten Truhe sammeln. Eine solche Aufbewahrung ermöglicht dir auch alle anderen Erinnerungsstücke deiner Reise an einem Ort griffbereit zu haben.

Wenn dein Briefkasten schon lange keine Begegnung mehr mit einer Ansichtskarte gemacht hat, dann teile diesen Artikel mit deinen Freunden, die bei ihren nächsten Reisen bestimmt an dich denken!

Ruperta

 

 

 

 

Japans Farbenpracht 

Kulturschock garantiert

Wohin kann eine Reise heute noch führen, um in eine andere Welt einzutauchen? In ein Land, das so anders ist, dass man sich das in seinen kühnsten Reiseträumen nicht vorstellen kann. Eine Kultur, die faszinierend, beeindruckend und gewissermaßen auch skurril ist.

Eine Auswahl meiner Impressionen von der dreiwöchigen Japanreise im Dezember 2016 und Jänner 2017 findest du hier. Wenn du durch Schwarz-Weiß-Eindrücke gustieren möchtest, gehe zu diesem Blog-Eintrag.